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Des Widerspenstigen Zähmung - Szenen (nicht nur) einer Ehe

Artikelnummer: 9783936708189

Illustrationen Didi, Woschofius Zusatzinfo 32 Abb. Sprache deutsch Maße 148 x 210 mm Gewicht 163 g Einbandart Paperback

Kategorie: Romane


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Auszug aus der einleitenden, auf einem tatsächlichen Erlebnis
beruhenden Story »Ganz in Weiß - Heidelberger Romanze«:

Wenn die Hochzeitsglocken läuten - Thema mit Variationen

Teil I - Heidelberger Romanze

»Klick« - wie alles begann

»Das viele schwarze Leder in der SM-Szene und auf Feten geht mir ein
bißchen auf die Nerven«, erläuterte ich meiner zustimmend nickenden
dominanten Gesprächspartnerin. »Ab und zu ist das ja ganz nett, aber es
gibt doch so viele Phantasien, die gar nichts mit schwarzem Lack oder Leder
zu tun haben. In Gefängnissen oder altmodischen Internaten, in Kliniken
oder zu Zeiten der Inquisition - wo gab es da schwarzes Leder?«

»Das empfinde ich genauso! Ich würde gerne mal ein Spiel in einem
Brautkleid machen«, erzählte sie mir.

»In einem Brautkleid?« Ich war zunächst verblüfft, doch dann fiel mir ein
Titelphoto eines Buches aus dem tschechischen OWK ein, das eine herrische
Braut mit Gerte neben ihrem frischgebackenen Ehesklaven zeigte, mit Anzug
und Krawatte, aber kniend, in Ketten und geknebelt.

»Ach so, du möchtest das also so machen, daß du eine Braut spielst, die
ihrem Mann von vornherein zeigt, wo's langgeht?« fragte ich, noch etwas
unsicher.

»Genau! Gerade weil eine Braut normalerweise etwas völlig Passives ist,
reizt es mich, das einmal von einer ganz anderen Seite zu zeigen - und zwar
am liebsten in der Öffentlichkeit!«

»Klick - herzlichen Glückwunsch zur Heirat!« las ich einmal über einem Paar
Handschellen auf einer ironisch gemeinten Hochzeits-Glückwunschkarte. In
der Tat, sobald man sich das Jawort einmal gegeben hat, ist man erst einmal
gefangen, der Mann fast noch mehr als die Frau, die durch die heutigen
Scheidungsgesetze begünstigt wird - eine Situation, die für einen devot
veranlagten Mann nicht ohne Pikanterie ist. Was kann es Schöneres geben
(zumindest in der Phantasie) als eine sogenannte »24/7-Beziehung«, die
schon in der Heiratszeremonie so eindeutig wie möglich beginnt?

Aus dem eingangs erwähnten Gespräch in der Karlsruher »Kulturruine« wurde
nach und nach eine obsessive Phantasie, die nach Verwirklichung drängte,
bei IHR noch weitaus mehr als bei mir, wie es sich gehört für eine »Braut«,
die sich anschickt, die Führungsrolle zu übernehmen ... »Sollen wir ein
Brautpaar spielen, das erst noch auf dem Wege zum Standesamt ist, oder
eins, das schon getraut ist?« fragte ich sie. »Eins, das schon getraut
ist!« - »Ah so, wenn also schon alles zu spät ist?« - »Genau, wenn alles zu
spät ist!!« - und wenn ihm nichts anderes mehr bleibt als Unterwerfung ...

Klick.

Gesagt, getan.

[Fortsetzung folgt - im Buch: Wie ich als armer, geknechteter »Bräutigam«
in Heidelberg an der Leine geführt wurde und die japanischen Touristen es
für deutsche Hochzeitsbräuche hielten ;-) ...]

Anfang der Story »Die Braut«:

Wo bleibt sie denn nur so lange? Nervös blickte er zum dritten Mal in fünf
Minuten auf die Uhr und fragte sich wieder einmal verzweifelt, warum um
alles in der Welt Frauen nie rechtzeitig fertig werden können. Ruhe,
ermahnte er sich, Ruhe. Was sollen die Gäste von einem so nervösen
Bräutigam halten? Hatten die anderen schon etwas von seiner Unruhe bemerkt?
Das repräsentativ eingerichtete Wohnzimmer und die großzügige, geräumige
Diele war gefüllt mit rund zwei Dutzend festlich-korrekt gekleideten
Gästen: befreundeten Unternehmern, Verwandten, Professoren, Juristen -
kurz, seinem engeren Freundeskreis. Gemeinsam wollte man von seiner Villa
aus zum Standesamt fahren, wo die weniger eng mit ihm befreundeten Gäste
jetzt sicherlich schon warten würden. Noch plauderten alle ungezwungen,
gingen umher und musterten einzelne besonders gediegene Stücke der ganz
konservativ-bürgerlich gehaltenen Einrichtung mit Anerkennung im Blick.
Doch bald würden auch sie unruhig werden.

Schon wieder waren zwei Minuten vergangen. Jetzt ertrug er das Warten nicht
mehr; eilig schritt er die breite, elegant geschwungene Treppe hinauf und
mußte sich zwingen, nicht zu rennen. Das Schlafzimmer lag am hinteren Ende
des Ganges. Ungeduldig riß er die Tür auf.

Seine Braut war fertig angekleidet. Sie nestelte nicht nervös an
irgendwelchen Details ihrer Kleidung, sie war nicht verschwitzt, sie war
die Ruhe selbst. Mit verschränkten Armen stand sie mit dem Rücken zum
Fenster, die Zimmertür im Blick. »Ah, komm 'rein! Ich hab' schon auf dich
gewartet!« Ihre Miene hellte sich zu einem strahlenden Lächeln auf, und sie
nahm die Hände zur Seite, stützte sich damit auf den Heizkörper. »Schick
siehst du aus in deinem Frack!«

»Wo bleibst du denn so lange? Wir sind schon spät dran, und du stehst hier
seelenruhig am Fenster und drehst Däumchen!« Sie sah hinreißend aus in
ihrem weißen, spitzenbesetzten Brautkleid, doch bei aller Freundlichkeit
lag in ihrem Ausdruck ein Zug von Willensstärke und Entschlossenheit, der
ihn aus Erfahrung davon abhielt, sie wütend zurechtzuweisen. »Ach, ich
wußte ja, daß du mich holen kommen würdest, Schatz. Außerdem müssen wir da
noch kurz was besprechen.«

»Besprechen? Jetzt??«

»Ja, jetzt. Gewisse Dinge stellt man besser von vorneherein endgültig klar
- bevor man sich endgültig bindet.«

Ganz ruhig bleiben, ermahnte er sich wieder. Hatte er nicht schon genügend
nervenaufreibende Verhandlungen mit schwierigen Geschäftspartnern zu einem
erfolgreichen Abschluß gebracht? Er würde auch diese Situation meistern.
Vorsichtig und ohne den Blick von ihrem Gesicht zu lösen, setzte er sich
auf das breite Ehebett, das sie erst vor zwei Wochen gemeinsam ausgesucht
und angeschafft hatten. Mit seinen verschnörkelten, glänzenden hohen
Messingstangen paßte es nicht ganz zu den anderen Möbeln, aber sie hatte
hartnäckig auf diesem metallenen Modell bestanden.

Sie setzte sich auf die gegenüberliegende Bettkante und legte begütigend
ihre Hand auf die seine. »Wir werden bestimmt auch gleich fertig sein. Ich
wollte dir nur kurz mitteilen, daß ich es mir anders überlegt habe, was
meinen Beruf betrifft. Ich möchte meine Tätigkeit als Lehrerin lieber doch
nicht aufgeben, sie bedeutet mir einfach zu viel.«

»Aber Liebling«, wandte er überrascht und unangenehm berührt ein, »das
haben wir doch schon x Mal besprochen, ich verdiene doch wirklich genug
Geld für uns beide, was sollen denn die Leute denken, wenn meine Gattin
nebenher noch-«

»Ich hab's mir eben anders überlegt«, erwiderte sie ungerührt und zog ihre
Hand wieder zurück. »Ich habe gründlich über alles nachgedacht, und da ist
mir erst so richtig zu Bewußtsein gekommen, wie sehr es mir Spaß macht« -
sie wurde langsamer - »Kinder zu erziehen.« Die eindringliche Art, in der
sie die letzten Worte aussprach und ihn dabei ansah, ließ in ihm plötzlich
das beklemmende Gefühl aufkommen, als sei auch er selbst damit gemeint.
Einen Moment lang schwieg er wie gelähmt, dann schüttelte er die
unangenehme Empfindung ab und sagte ärgerlich: »Das können wir doch
wirklich nachher noch in aller Ruhe besprechen, jetzt gibt es Wichtig-«

»Es wird kein Nachher mehr geben, wenn du jetzt nicht endlich ruhig bist
und mir zuhörst«, korrigierte sie kühl. Der Schreck über ihre Worte ließ
ihn tatsächlich verstummen.

»Na also. Ich hoffe, du bist dir darüber im klaren, daß diese Entscheidung
einige Konsequenzen haben wird. Wenn ich weiter berufstätig bin, kann ich
natürlich nicht so viel im Haushalt tun. Wir werden also zu einer fairen
Lastenverteilung kommen müssen: Du die Hälfte, ich die Hälfte - da wir ja
beide berufstätig sind.« - »Natürlich kannst du von mir Putzhilfen
bekommen, so viele du willst«, versicherte er hastig, »das ist doch gar
kein Problem! Und jetzt laß uns ...« - »Das meine...


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